Sie wollen Ihre berufliche Situation verändern? Sie wollen raus aus dem Hamsterrad? Sie wollen weg von Ihrem „Ekel-Chef“? Sie wollen endlich Ihre Berufung und einen Job finden, der wirklich zu Ihnen passt? Dann werden Sie Ihre Komfortzone verlassen müssen…

Veränderung oder neue Situationen bedeuten in der Regel, einen oder mehrere Schritte aus der gewohnten Komfortzone herauszugehen. Sind Menschen gezwungen ihre gewohnte Komfortzone zu verlassen, z.B. ein neues Aufgabengebiet zu übernehmen, den Ort zu wechseln oder mit anderen – zunächst fremden – Kollegen/innen zusammen zu arbeiten, treten oft Ängste auf, die hinderlich für den weiteren Weg sein können.

Diese Ängste sind oft irrational und vielfach unbegründet. Trotzdem warnt eine innere Stimme vor einem Risiko, einer Gefahr und versetzt Sie in Alarmbereitschaft. Bei manchen Menschen geht es soweit, dass sie im wahrsten Sinne des Wortes ‚erstarren‘ und zu keinerlei Handlungen oder Entscheidungen mehr fähig sind.

Persönliche oder berufliche Entwicklung ist nur außerhalb Ihrer Komfortzone möglich. Wenn Sie sich weiter entwickeln wollen, müssen Sie Ihre bekannten Grenzen erweitern und überschreiten.

Ihre Komfortzone

Stellen Sie sich Ihr Leben wie ein Gebiet mit verschiedenen Zonen vor, in deren Mitte Sie stehen. Es gibt den Bereich um Sie herum, der Ihnen bestens vertraut ist. Hier haben Sie normalerweise nichts zu befürchten und Sie wissen, was Sie können und sind in der Lage die Folgen Ihrer Handlungen abzuschätzen. Dies ist Ihre Komfortzone. Die Komfortzone ist der tägliche Lebens- und Arbeitsbereich, den Sie gut kennen und in dem Sie sich sicher bewegen.

Sofa - die Komfortzone

Hier gibt es tägliche Routinen oder Gewohnheiten, eine vertraute Umgebung und entsprechend vertraute Menschen. Sie sind sich Ihrer Stärken und Fähigkeiten bewusst. Sie haben vermeintlich die Kontrolle über (fast) alles und können verschiedenen Situationen innerhalb dieses komfortablen Radius souverän begegnen.

In der Komfortzone zu agieren, lässt Sie in der Regel selbstbewusst auftreten. Sie verhalten sich selbstsicher und routiniert. Dabei fühlen Sie sich komfortabel und entspannt.

Raus aus Ihrer Komfortzone!

Ihre Komfortzone ist so gefährlich für Sie, weil …Innerer Schweinehund versus Komfortzone

  • … sie Sie klein hält!
  • … sie Sie von Ihrer Entwicklung abhält!
  • … sie dafür sorgt, dass Sie nichts Neues lernen!
  • … sie Sie daran hindert Risiken einzugehen!
  • … sie Sie daran hindert aufzustehen!
  • … sie Sie faul und bequem macht
  • … sie Ihre innere Stimme kontrolliert!
  • … sie gut mit dem inneren Schweinehund befreundet ist!

 

Wenn Sie sich entwickeln, andere oder neue Wege gehen oder Ihr Leben verändern möchten, bleibt Ihnen nichts anders übrig, als Ihre Komfortzone zu verlassen bzw. zu erweitern.

Je näher Sie den Grenzen Ihrer Komfortzone kommen, desto größer wird die Unsicherheit. An diesen Grenzen wissen Sie noch nicht genau, ob Sie wirklich die Fähigkeiten besitzen, die Sie benötigen. Sie wissen auch nicht, wie Sie von anderen Menschen bewerten werden und ob es Ihnen gelingen wird, neue Situationen erfolgreich zu bewältigen. Die Aufregung steigt, weil Sie nicht genau wissen, was Sie erwartet. In diesem Bereich liegt alles, was Sie noch nicht so recht wissen und wo Ihnen die Erfahrung fehlt. Dies ist Ihre Lernzone. Um diese neuen Situationen bewältigen zu können, werden Sie mehr gefordert und von Ihnen wird Mut und Überwindung verlangt. Ihr Adrenalinspiegel steigt und der Stressfaktor wird höher. Dies sind deutliche Anzeichen dafür, dass Sie Ihre Komfortzone verlassen.

Mit anderen Worten, Sie stehent an der Schwelle zu neuen Erfahrungen, in dem Moment, wo Sie bereit sind, den Weg weiter zu gehen. Sie haben die Chance zu lernen und sich weiter zu entwickeln. Lernen ist in diesem Sinn das Ausweiten und Wachsen über die Komfortzone hinaus. In der Lernzone – also außerhalb Ihrer Komfortzone – sind Sie sehr viel leistungsfähiger und können die besten Erfolge erzielen. Es ist eine Illusion zu glauben, dass persönliches Wachstum innerhalb der Komfortzone möglich ist.

Damit erweitern Sie nicht nur Ihre Komfortzone, sondern erhöhen auch Ihre Kompetenzen. Lassen Sie sich auf das Abenteuer ein, Neues zu erleben und zu erfahren, gehen Sie mutig voran und stellen Sie sich ganz neugierig wie ein Kind neuen Aufgaben, neuen Projekten, neuen Möglichkeiten.

Nur auf diese Weise können Sie dazu lernen und sich entwickeln. Bleiben Sie nicht stehen, sondern gehen Sie mutig einen neuen Weg. Handeln Sie auch, wenn Sie Angst haben. Es lohnt sich, die Grenzen des Komfortbereichs zu verlassen. Nehmen Sie Herausforderungen an, deren Konsequenzen Sie zunächst nicht abschätzen können, in denen Sie aber durch das ständige Üben immer sicherer werden. Ihre Handlungen werden mit gewonnener Routine immer sicherer werden und Sie werden in dem noch ungewohnten Umfeld immer vertrauter.

Um Ihre Komfortzone zu erweitern, müssen Sie zunächst erkennen, was Sie nicht können, um dann zu entscheiden, ob Sie dies lernen wollen. Sie haben die Wahl – im Sinne Ihres persönlichen Wachstums – aktiv den Weg raus aus der Komfortzone in die Lernzone zu gehen. Aus der Perspektive, was Ihnen vertraut und sicher erscheint, begeben Sie sich ganz bewusst in Situationen hinein, die Ihnen neu und nicht vertraut sind.

Psychische Gesundheit und gesunde Entwicklung erleben Sie idealerweise in einem ausgewogenen Verhältnis von Tätigkeiten innerhalb der Komfortzone und der Lernzone. Mit jeder neuen Erfahrung, die Sie außerhalb Ihrer Komfortzone – und somit innerhalb der Lernzone machen, weiten Sie Ihre Komfortzone ein Stück weit aus.

Viel Spaß dabei. Ich freue mich über Ihre Berichte, wie Sie Ihre Komfortzone verlassen haben – und wie es Ihnen dabei ergangen ist.

Klaus Härtel

Klaus Härtel

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Klaus Härtel